Man nehme einen zornigen Gott, der verhindern möchte, dass die Menschen einen Turm errichten und mischt das Ganze mit ein paar Tower Defense-Elementen und was dabei rauskommt nennt sich Babel Rising. Das Spiel ist seit kurzem für PC, PS3 und Xbox 360 erhältlich und wir haben uns für Euch die PS3-Version von Babel Rising angeschaut.
In Babel Rising findet man sich in der Rolle eines Gottes wieder, der die Elemente Feuer, Wasser, Erde und Licht kontrolliert und mit aller Macht versucht, den Bau eines monumentalen Turms zu verhindern, indem er diese Elemente gegen die fleißigen Arbeiter einsetzt, die versuchen, eben diesen Turm zu errichten.
Neben dem normalen Controller, kann man das Spiel auch mit PlayStation Move bzw. Kinect spielen, was auch eigentlich am meisten Sinn bei Babel Rising macht. Zu Beginn eines Spiels, kann man sich meistens 2 der 4 Elemente aussuchen und kann diese dann gegen die Menschheit einsetzen. Man kann die Kamera rund um das große Turm-Gerüst in der Mitte der Karte drehen und mit dem Fadenkreuz die kleinen Einheiten anvisieren, die immer aus dem gleichen Gebäude in Richtung Turm laufen und diesen nach und nach aufbauen, sollten sie nicht vorher vom Spieler gestoppt werden. Jedes der Elemente umfasst dabei 2 verschiedene Angriffe, einer davon richtet meistens recht großen Flächenschaden an, während der andere eher für einzelne Feinde gedacht ist. Hat man genügend Feinde erledigt, entfesselt man einen zusätzlichen sehr starken Angriff, der einem in der ein oder anderen Situation gut helfen kann.

In Babel Rising gibt es neben einem Überlebens- und Multiplayer-Modus auch eine Kampagne, die insgesamt 15 Missionen umfasst. Die Missionen haben alle verschiedene Ziele, sind aber doch recht monoton, da sie auch keine wirklich große Taktik erfordern. Meistens muss man nur eine bestimmte Zeit lang den Turmbau verhindern oder eine bestimmte Anzahl an Arbeitern erledigen. Neben den normalen Arbeitern, die für den Bau des Turms zuständig sind, gibt es aber auch noch Priester und Krug-Träger. Die Priester erschaffen in einem bestimmten Bereich um sie herum eine Aura, die die Arbeiter vor einem der Elemente schütz. Welches Element nicht gegen den Priester eingesetzt werden kann, erkennt man anhand der Farbe der Aura. Die Krug-Träger sollte man nur im Notfall erledigen, den diese magischen Krüge sperren für kurze Zeit die Fähigkeit, mit denen der Krug-Träger erledigt wurde.
Im Überlebens-Modus kann man zwischen verschiedenen Türmen und 2 Schwierigkeitsgraden wählen und beginnt anschließend ein neues Spiel, bei dem es nur darum geht, den Turm-Bau möglichst lange zu verhindern. Wie schon beschrieben, erfordert das Spiel aber im Grunde kaum taktisches Geschick, was nach kurzer Zeit bereits auf Kosten des Spielspaßes geht, da es keine wirklich große Abwechslung im Spiel gibt. Immerhin kommen neben den schon angesprochenen Einheiten nach einiger Zeit auch Belagerungstürme, über die weitere Arbeiter an anderen Stellen den Turm erklimmen können. Alle 5-10 Minuten schlägt auch die Alarm-Glocke am Hafen und man muss mit Feuerbällen ankommende Schiffe zerstören.
Online kann man dann gegen andere Spieler in verschiedenen Modi antreten oder gemeinsam in einer Art Coop-Modus spielen.

Babel Rising bleibt leider recht glanz- und einfallslos, was vor allem an dem fehlenden taktischen Part liegt. Alleine wenn die Arbeiter schon von verschiedenen Positionen kommen würden, wäre man schon mehr gefordert worden, aber dadurch, dass alle aus dem gleichen Haus kommen, muss man immer nur an dieser Stelle seine Angriffe nutzen. Mit dem Move-Controller bzw. Kinect macht das Ganze zwar noch ein wenig Spaß, ist aber insgesamt leider doch zu wenig. Babel Rising ist lediglich ein durchschnittliches Spiel, was in der Masse an Download-Games recht leicht untergeht, auch wenn es zeitweise seine interessanten Momente hat.









