Passend zum Release des nächsten DLCs nach Back to Karkand ist auch der neue Online-Dienst Battlefield Premium gestartet. In unserem Review zeigen wir Euch die Vorteile einer Premium-Mitgliedschaft und was die neuen Close Quarters-Maps zu bieten haben.
Ein Premium-Dienst bei Shootern gab es im Grunde das erste Mal bei der Konkurrenz und nannte sich Call of Duty Elite und verschaffte den Abonnenten viele zusätzliche Features, natürlich für einen entsprechenden Preis versteht sich. EA springt bei Battlefield 3 nun auf die gleiche Schiene auf und veröffentlicht mit Battlefield Premium einen Dienst, der den Käufern einige Vorteile bei Battlefield 3 bietet. Der Preis für Battlefield Premium beläuft sich auf etwas unter 50€ und beinhaltet unter anderem alle DLCs, die noch erscheinen werden, sowie den aktuellen Close Quarters-Pack. Der Premium-Dienst muss einmal aktiviert bzw. bezahlt werden, es gibt keine monatlichen Kosten, wie das bei MMORPGs meistens der Fall ist.
Neben den 5 DLCs, bekommt man auch noch exklusiven Ingame-Content wie Waffen und Dogtags. Außerdem gibt es spezielle Achievements, Doppel EXP-Wochenenden und Battlefield 3-Guides (Videos), die nur den Premium-Mitgliedern zur Verfügung stehen. Ihr kennt sicherlich das Problem, dass man oft einem Server beitreten möchte und sich erstmal in die Warteschlange einreihen muss, bevor es losgehen kann. Mit Premium hat das Warten ein Ende bzw. wird zumindest sehr verkürzt, da man in Warteschlangen bevorzugt gegenüber Nicht-Premium-Spielern behandelt wird und dem Spiel somit schneller beitreten kann. Es ist auch möglich seine Spielstatistiken im Battlelog zurück zu setzen.
Wenn man die zukünftig erscheinenden DLCs zu Battlefield 3 sowieso haben möchte, dazu noch ein paar Extras haben möchte und zudem noch gegenüber dem Einzelkauf der DLCs sparen möchte, der sollte sich auf jeden Fall Battlefield Premium zulegen.
Auf dem folgenden Bild könnt Ihr sehen, welche Premium-Inhalte in den nächsten Monaten erscheinen werden.

Doch kommen wir nun zum neuen DLC Close Quarters, der unter anderem 4 neue Maps beinhaltet. Wie der Name des DLCs schon vermuten lässt, handelt es sich bei den neuen Maps um “Infantry Only”-Maps, es gibt also keine Flug- und Fahrzeuge, dementsprechend klein und verwinkelt sind die Karten natürlich auch. Die Gefechte spielen sich bei Close Quarters größtenteils innerhalb von Gebäuden ab, größere Außenflächen gibt es eher selten. Neben den neuen Maps sind aber auch wieder 10 neue Waffen verfügbar, die man allerdings erst freischaltet, sobald man die entsprechenden Achievements erledigt hat. Im Großen und Ganzen sind die 4 Maps recht abwechslungsreich, sollten aber maximal mit 32 Spielern gespielt werden, 64 ist dann doch schon etwas zu viel.

Ziba Tower
Beim Ziba Tower handelt es sich um ein Hochhaus auf dessen Dach es in einem Penthouse ums eingemacht geht. Während sich die meisten Kämpfe innerhalb des U-förmigen Penthouse abspielen, gibt es auch einen kleinen Außenbereich, auf dem man allerdings wie auf dem Präsentierteller steht und von zahlreichen Fensterfronten aus erledigt werden kann. Das modern ausgestattete innere des Gebäudes sorgt für viele Schusswechsel auf kürzeste Distanz und lässt sich zu einem Großteil auch stark zerstören, da bleibt kein Stein auf dem anderen. Ziba Tower ist auf jeden Fall die interessanteste und laut Umfragen auch beliebteste Karte in Close Quarters.
Scrap Metal
Scrap Metal ist ein altes Fabrikgelände, besser gesagt 2 große Fabrikhallen mit mehreren Durchgängen dazwischen. Hier gibt es zahlreiche Wege, über die die Gegner kommen können, daher muss man immer alles im Blick behalten und sollte nicht einfach wild drauf los stürmen. Vom Dach aus kann man auch auf und in das jeweils andere Gebäude schauen und schießen. Das Setting mit den alten verlassenen Fabrikhallen ist wirklich sehr gelungen.
Donya Fortress
Bei Donya Fortress laufen die Schlachten in einem östlich angehauchten Anlage mit einem zentralen Platz in der Mitte der Karte ab. Gekämpft wird dabei aber hauptsächlich auch wieder im Gebäude mit zahlreichen Zimmern mehreren Etagen. Im Conquest-Modus sind auch alle Flaggen innerhalb des Gebäudes, eine Flagge in der Mitte der Maps wäre hier sicherlich spannender gewesen. Insgesamt ist Donya Fortress eine gute und sehr verwinkelte Map.
Operation 925
Zu guter letzt, geht es auch noch in einem riesigen Büro-Komplex um den Sieg. Ein Teil der Map ist zerstört, ansonsten läuft man durch große Büros und kann auch einen Abstecher in die Cafeteria machen. Diese Map hat uns eigentlich am wenigsten gefallen, da sie recht einfach gestrickt und unübersichtlich ist. Das ist aber dann wohl trotzdem mal wieder Geschmackssache, wie das eigentlich bei jedem Mappack so ist.

Battlefield Premium: Wie bereits erwähnt, bekommt man für knapp 50€ einiges als Battlefield 3-Spieler geboten, vor allem sind die DLCs somit günstiger, als wenn man alle einzeln kaufen würde. Zudem bekommt man noch viel anderen Ingame-Content, Doppel-EXP-Wochenenden, Premium-Videos und wird bevorzugt in Warteschlangen behandelt. Wer sehr oft Battlefield 3 spielt, dem ist Premium auf jeden Fall ans Herz zu legen. Natürlich hat das Ganze aber auch seine Schattenseiten, EA schafft somit schon fast eine Zweiklassen-Gesellschaft im Spiel, als Nicht-Premium-Spieler fühlt man sich fast so, als hätte man vor Monaten nicht die Vollversion des Spiels gekauft.
Close Quarters DLC: Der DLC macht auf jeden Fall eine Menge Spaß, wenn man die riesigen Schlachten mit Fahrzeugen und Flugzeugen satt hat und nicht 24/7 Metro spielen möchte. Hier wird sich auf Kämpfe auf kurze Distanz spezialisiert, auch die Sniper-Klasse ist schon fast überflüssig, da die Maps dafür einfach zu verwinkelt und zu klein sind. Am besten fanden wir übrigens die Map Ziba Tower, die wirklich interessant ist. Sofern man kein Battlefield Premium besitzt, muss man für Close Quarters etwa 15€ berappen. Die Wertung oben bezieht sich nur auf Close Quarters.









