Mass Effect 3

Mass Effect 3 Packshot
9,2 Overall Score
Grafik/Sound: 9/10
Gameplay: 9/10
Multiplayer: 8/10

spannende Story | Charakter-Import | tolle Atmosphäre | viele kleine Verbesserungen | Mehrspieler-Modus | lange Spielzeit

kleine grafische Schwächen | mehr Action- als Rollenspiel | Mehrspieler-Modus mit wenig Umfang

Commander Shepard begibt sich auf sein letztes Abenteuer im Mass Effect-Universum. Kann er die Bewohner der zahlreichen Galaxien retten oder gewinnen die Reaper den Krieg und stürzen alles in Verderben? Wir haben uns auf die Jagd nach den Reapern begeben und berichten Euch, ob sich auch Shepards letzter Ausflug nochmal lohnt.

Angriff der Reaper

Commander Shepard ist zurück auf der Erde, doch die Ruhe dauert nicht lange an, denn plötzlich erscheinen überall die Krieger der aggressiven Reaper und Shepard muss gemeinsam mit einigen anderen von der Erde flüchten und den Planeten aufgeben.  Die erste Anlaufstelle ist natürlich die Citadel, wo Shepard sich Hilfe vom Hohen Rat erhofft. Doch der Hohe Rat besteht aus Mitgliedern verschiedener Völker, die alle nur ihre eigenen Interessen verfolgen und daher ihre Hilfe verweigern. Shepard muss sich nun auf die Suche nach Anhängern und Soldaten in der Galaxie machen, um sich den Reaper letztendlich entgegenstellen zu können und sie zu vernichten.

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Der alte Shepard

Wie im Vorfeld bereits bekannt war, gibt es neben der Story auch einen Multiplayer-Modus, doch mit diesem beschäftigen wir uns erst später im Test. Als erstes haben wir uns natürlich den Kern von Mass Effect 3 angeschaut und die Story gespielt.
Zu Beginn des Spiels hat man natürlich wieder die Möglichkeit, seinen Charakter aus Mass Effect 2 zu importieren, damit die in den Vorgängern getroffenen Entscheidungen auch im dritten Teil zum Tragen kommen. Sollte man keinen Spielstand importieren, werden einige bekannte Figuren durch andere unbekannte Personen ersetzt, daher ist ein alter Spielstand schon vorteilhaft. Wenn man keinen ME2-Spielstand hat, kann man sich zumindest auf dem PC auch einen Spielstand von jemand anderem runterladen, da gibt es den ein oder anderen Anbieter mit großer Auswahl.
Ohne alten Spielstand kann man nun einen neuen Shepard erstellen, wahlweise einen männlichen oder weiblichen und anschließend eine der verschiedenen Klassen wählen, die alle unterschiedliche Fähigkeiten haben. Zudem kann man noch auswählen, wie man Mass Effect 3 spielen will, dabei kann man zwischen Story, Action und Rollenspiel wählen. Wählt man „Story“, erlebt man vor allem die Dialoge im Spiel und es gibt kaum Kämpfe, bei „Action“ laufen die Dialoge automatisch und ohne Auswahlmöglichkeiten ab. Möchte man die ganz normale Mass Effect-Gameplay wie schon im Vorgänger, wählt man „Rollenspiel“ aus. Hat man diese Wahlen getroffen, startet Shepard in sein letztes Abenteuer.

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Durch die Galaxie

Als Schaltzentrale bei Shepard Rekrutierungs-Mission dient natürlich wieder die Normandy, Shepards Raumschiff aus den beiden Vorgängern. Auf der Normandy kann man wieder verschiedenste Upgrades kaufen und über die Sternenkarte zu den zahlreichen Planeten in der Galaxie reisen. Im Gegensatz zum Vorgänger unterscheiden sich die Missionen stärker und wirken dadurch auch etwas zusammenhangslos, was aber auf jeden Fall nicht unbedingt negativ auszulegen ist, denn die einzelnen Aufträge sind auch etwas länger geworden und nicht immer nur synchron aufgebaut. Um sich die Unterstützung anderer Rassen zu sichern, muss man oftmals Aufträge für strategisch wichtige Personen  erledigen und da natürlich die meisten nur ihre eigenen Ziele verfolgen, gibt es dabei ganz verschiedene Dinge zu erledigen. Doch nicht nur die Reaper sind Euch dabei ein Dorn im Auge, sondern auch „Der Unbekannte“ und seine Organisation „Cerberus“ sind Euch nicht gerade freundlich gesinnt und suchen nach einer mächtigen Waffe. Beim Erledigen einiger wichtiger Missionen wir man ab und zu auch auf ehemalige Team-Mitglieder wie Liara oder Garrus treffen und gemeinsam mit ihnen kämpfen. Bevor man auf einem Planeten landet, kann man wie gewohnt auch wieder die Mitglieder wählen, die man mit aufs Schlachtfeld nehmen möchte. Auch die entsprechende Ausrüstung in Form von Waffen lässt sich wieder ändern, es gibt in Mass Effect 3 auch Mods, mit denen man die Waffen versehen kann, um sie zu verbessern. 

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Es ist eben Mass Effect

Wer in Mass Effect 3 noch auf bahnbrechende Neuerungen hofft, den müssen wir leider enttäuschen, denn bahnbrechende neue Features hat Mass Effect 3 im Grunde nicht zu bieten. Es wurden aber viele kleine Dinge geändert, die im zweiten Teil nicht besonders gut bei den Leuten angekommen sind. Das Generelle Gameplay ist aber gleich geblieben. Trifft man auf Feinde, sollte man schnellstens in Deckung gehen, denn Eure Schilde im dritten Teil scheinen etwas schwächer als im Vorgänger, man kann also nicht besonders viel Schaden einstecken. Die KI ist in den meisten Fällen auch recht fordernd, allerdings stürmen Eure Feinde manchmal auch einfach nur auf Euch zu. Neben Feind-Typen, die man schon aus dem Vorgänger kennt, gesellen sich auch neue mächtige Feinde hinzu. Vor allem im Multiplayer wird man auf einige neue Gegner treffen. Zum Glück seid Ihr aber fast immer mit 2 Team-Mitgliedern auf den Planeten unterwegs, denen man Befehle zum Einsetzen von Fähigkeiten und Positions-Wechseln gegen kann.
Wie schon in Teil 2, ist Mass Effect 3 als Action-Spiel statt Rollenspiel anzusehen, denn die Action-Sequenzen und Schusswechsel machen schon einen großen Teil des Spiels aus. Die Rollenspiel-Aspekte sind dabei im Grunde nur die verschiedenen Fähigkeiten, die man auch durch Level-Aufstiege verbessern kann und die wirklich tollen interaktiven Dialoge und Zwischensequenzen. Das Verbessern Eurer Fähigkeiten wurde im dritten Teil auch überarbeitet und nun etwas übersichtlicher gestaltet. Außerdem kann man ab einer bestimmten Stufe mehrmals zwischen 2 verschiedenen Verbesserungen für eine Fähigkeit wählen und das Ganze etwas individueller gestalten.
Die Dialoge unterscheiden sich im Grunde nicht groß von den Vorgängern, man kann oftmals zwischen verschiedenen Antworten wählen, dabei auch Hell-/Dunkel-Punkte sammeln und viele Hintergrund-Details erfahren. Die Dialoge sind natürlich auch wieder komplett deutsch vertont und tragen zu einer guten Atmosphäre im Spiel bei.
Hervorragend sind aber auch die vielen spektakulären Schauplätze im Spiel, vor allem die Citadel wurde stark überarbeitet und sieht nun super und belebt aus. Aber auch viele Planeten sind optisch wirklich toll gelungen und sorgen für das passende Mass Effect-Feeling. Die Grafik zeigt nur im Detail ihre Schwächen, manche Texturen sind sehr verwaschen. Dafür glänzen aber vor allem die Charaktere mit vielen Details und die Gesichtszüge werden meistens gut dargestellt.

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Da kommt noch eine Welle

Kommen wir nun zum Mehrspielerteil von Mass Effect 3, der einen Coop-Modus darstellt, in dem es gilt mehrere Wellen von Feinden abzuwehren und kleinere Aufgaben zu erfüllen.
Dazu kann man zu Beginn jeder Sitzung einen Charakter plus Klasse auswählen und diesen dann online spielen. Dort stehen einem dann verschiedene Maps und Schwierigkeitsgrade zur Verfügung. Hat man seine Einstellungen getroffen, kann man entweder eine Lobby erstellen oder man lässt sich automatisch ein offenes Spiel suchen. Mit insgesamt 4 Leuten kann man sich dann in die Schlacht stürzen und mindestens 10 feindliche Angriffswellen überleben. Während man bei manchen Wellen einfach nur alle Gegner erledigen muss, gilt es manchmal aber auch einen PC zu hacken, dafür muss man dann innerhalb eines kleinen Radius um den PC bleiben und sich dort verschanzen. Umso weiter das Spiel fortschreitet, desto stärkere Feinde werden Euch begegnen. Geht ein Team-Mitglied zu Boden hat man einen kurzen Zeitraum, um es wiederzubeleben, ansonsten kann der besiegte Spieler erst zu Beginn der nächsten Welle wieder einsteigen.
Vor einem Match wählt man außerdem seine Waffen aus und kann verschiedene Boni aktivieren, die man sich im Shop kaufen kann. Im Shop kann man sich Kisten mit Ingame-Geld kaufen, die dann Boni und Waffen-Mods enthalten. Eure Kräfte könnt Ihr natürlich auch beliebig weiterentwickeln, sofern Ihr eine Stufe aufsteigt, die Erfahrungspunkte dafür erhält man durch das erfolgreiche abschließen von Spielen.

Fazit

Das letzte Abenteuer von Commander Shepard weiß wie seine beiden Vorgänger auch zu begeistern. Die Atmosphäre und die Dialoge sind mal wieder super geworden auch viele kleine Probleme aus dem Vorgänger wurden behoben. Man kann natürlich auch wieder seinen Charakter aus Mass Effect 2 importieren und weiterspielen. Das Missions-Design ist zwar nicht gerade abwechslungsreich, aber das fällt durch die unterschiedlichen Schauplätze im Spiel kaum auf. Man trifft außerdem auch wieder auf einige bekannte Gesichter und Schauplätze. Der Mehrspieler-Modus ist gut geworden, ist aber nichts, das für einen längeren Zeitraum gedacht ist, dafür ist der Umfang auch etwas zu klein. Alles in allem aber eine schöne Zugabe zum eigentlichen Spiel.
Mass Effect 3 konnte uns definitiv überzeugen und hält am gewohnten Gameplay fest. Es gehört auf jeden Fall bisher zu den besten Games 2012.

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