The Secret World

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8,0 Overall Score
Gameplay: 8/10
Umfang: 8/10
Innovation: 8/10

anspruchsvolle Quests | neue Spielideen | schon recht großer Umfang | Zwischensequenzen bei Missionen | keine Klassen & Level

recht wenige Gegner-Typen | langwieriger Einstieg | monatliche Kosten | grafisch nur Durchschnitt

Der Markt ist mittlerweile überschwemmt mit zahlreichen Pay2Play- und Free2Play-Titeln und wirkliche Innovationen gibt es nur noch selten. Die Entwickler von The Secret World versprechen allerdings, dass ihr Spiel eine wirkliche Neuheit sein soll und Abwechslung ins MMORPG-Genre bringen soll. Ob The Secret World diese Anforderungen auch erfüllen wird, haben wir für Euch getestet. Dabei gehen wir nacheinander auf die verschiedenen wichtigen Bereiche eines MMORPGs ein.

Story & Charaktererstellung

The Secret World ist im alten England angesiedelt und dementsprechend kein Fantasy-Rollenspiel mit Elfen, Orks und anderen Fabelwesen, wie man sie aus einem Großteil anderer Titel kennt. Hier gibt es vielmehr um den Kampf zwischen 3 verschiedenen Fraktionen mit unterschiedlichen Zielen: die Illuminaten, die Templer und die “Drachen”, eine Gesellschaft, die nur für Chaos auf der Welt sorgen will. Bei der Charaktererstellung wählt man aus, welcher der 3 Fraktionen man sich anschließen möchte und kann anschließend einen eigenen Charakter kreieren. Dabei gibt es als “Rasse” logischerweise nur Menschen, neben den körperlichen Merkmalen, kann man seinen Held oder seine Heldin aber auch mit verschiedenen Klamotten ausstatten, echte Rüstungen wird man im Spiel nicht finden. Anders als bei den meisten Games, muss man hier noch keine Klasse für seinen Charaktere auswählen, denn es gibt im Spiel keine Klassen im eigentlichen Sinne, doch dazu später mehr.

Klassen, Waffen & Fähigkeiten

Die wohl größte Besonderheit an The Secret World ist wohl die Tatsache, dass es im Spiel keine Klassen gibt, aus denen man sich eine auswählen kann und es auch keine Level gibt. Hat man sich seinen Charakter erst einmal erstellt, die Einführungs-Mission abgeschlossen und sich anschließend in den Stützpunkt seiner Fraktion begeben, kann man sich im Trainingsraum die verschiedenen Waffen-Typen anschauen und ausprobieren. Dabei hat man die Auswahl zwischen Nahkampf-Waffen (Ninja-Schwert, Klauenhänden etc.) , Schuss-Waffen (Pistolen, Maschinengewehr etc.) und Zauberbüchern (Blutmagie, Elementarmagie etc.). Hat man sich für eine Waffe entschieden, hat man im Grunde auch indirekt eine Klasse gewählt, auch wenn einem das im Spiel nicht unter die Nase gerieben wird. Später im Spiel wird man auch noch einen zweiten Waffentyp wählen können, um die Skills beider Waffen kombinieren zu können.
Jeder Waffentyp hat natürlich seine ganz eigenen Skills und lässt sich mithilfe des Kräfterad verbessern, denn dort kann man neue Fähigkeiten erlernen, Voraussetzung dafür sind allerdings entsprechend viele Skill-Punkte. Das Kräfterad hat auch einige sogenannte Decks zu bieten, dies sind Vorschläge für Waffen(Klassen)-Kombinationen, die sich als besonders sinnvoll erweisen, man kann aber auch gerne eigene Kombinationen ausprobieren. Was auch besonders ist, sind die beiden Skill-Leisten, anders als bei anderen MMORPGs kann man nämlich nicht alle gelernten Skills gleichzeitig in seiner Skill-Leiste liegen haben, sondern die Plätze sind beschränkt. Dabei wird zwischen aktiven und passiven Skills unterschieden, von jedem Typ kann man bis zu 8 Skills gleichzeitig “ausrüsten”. Die Skill-Punkte erhält man übrigens für entsprechend viele Ehrfahrungspunkte, die man für das Erledigen von Feinden und Missionen bekommt. Ab einer bestimmten Anzahl Erfahrungspunkte bekommt man dann immer Skill- und Fähigkeits-Punkte.

Missionen/Quests

Auch was die Quests in The Secret World betrifft, hat das Spiel so seine Eigenheiten. Im Gegensatz zur Konkurrenz erhält man die Quests z.B. nicht in einer bestimmten Reihenfolge, sondern kann sich frei durch die Städte bewegen und verschiedenste Auftraggeber finden. Dabei wird auch zwischen verschiedenen Arte von Quests unterschieden, denn man kann nur die Storymission sowie 1 Hauptmission und bis zu 3 Nebenmissionen gleichzeitig annehmen. Die Quests an sich haben die unterschiedlichsten Ziele und befassen sich inhaltlich oftmals auch mit dem Krieg zwischen den 3 Fraktionen im Spiel. Besonders gut hat uns bei den Quests auch gefallen, dass man nicht allzu viele Hilfen zur Erledigung der Aufgaben bekommt, oftmals bekommt man sogar nur kleine Info-Häppchen und muss sich mithilfe des im Spiel integrierten Browsers die richtige Lösung erarbeiten. Die Quests sind also nicht nur abwechslungsreich sondern auch inhaltlich anspruchsvoll und beschäftigen sich auch mit geschichtlichen und weltlichen Dingen. Manchmal gibt es auch kleine Solo-Instanzen, in denen gefährliche Feinde warten und es auch Geschicklichkeitspassagen gibt, in denen man Sicherheitssysteme umgehen muss. Im Verlaufe des Spiels gibt es natürlich auch anspruchsvollere  Instanzen für mehrere Spieler, man kann sich also auch in Gruppen zusammenfinden.

Das Setting & die Feinde

Da sich das Spiel ja um die Illuminaten, Templer und Chaos-Drachen dreht, ist natürlich auch die Umgebung im Spiel eher auf ein realistisches Szenario ausgelegt und so beginnt man seine Reise irgendwo in Großbritannien, bevor man sich in das erste große Gebiet aufmacht. Nachdem man sich für seine Startwaffe entschieden und den Ziele seiner Fraktionen gelauscht hat, geht es auf die erste Reise in die Stadt Kingsmouth, wo die Zombie-Seuche ausgebrochen ist und auch einige seltsame Wasser-Ungeheuer ihr Unwesen treiben. Das Startgebiet umfasst dabei nicht nur die Stadt, sondern auch das Umland mit einem Skatepark, einem streng bewachten Flugplatz und jeder Menge Wäldern, in denen allerlei Arten von Zombies umherstreifen. An solchen Plätzen finden sich dann auch Überlebende vor, die einige Aufträge für Euch bereithalten, genaueres möchten wir natürlich noch nicht verraten. Man wird aber beispielsweise auch auf eine Gruppe Hippies, einen Pfarrer und einen Schrottplatzbesitzer treffen, die Eure Hilfe benötigen, die Inhalte der Quests stehen dabei immer im Zusammenhang mit der jeweiligen Figur. Später wird man natürlich auch noch andere Orte bereisen können. Im Spiel kämpfen die Mitglieder der 3 Fraktionen übrigens auch immer wieder um entsprechende Gebiete um Ihre Vormachtsstellung zu sichern, man sollte also immer mal schauen, wo gerade ein Kampf stattfindet und sich den PvP-Schlachten anschließen.

Fazit

The Secret World hat einige Eigenheiten, die man so noch nicht in anderen Spielen gesehen hat. Dazu gehört vor allem, dass Euer Charakter nicht im Level aufsteigen kann, sondern man entsprechendes Equipment und eine gute Palette an Skills brauch, um etwas im Spiel zu erreichen. An im Level aufzusteigen bekommt man Fähigkeits- und Skill-Punkte, die man in neue Angriffe investieren kann. Auch die Quests sind etwas anders, man bekommt den Weg zu seinem Ziel nicht immer auf der Servierteller, sondern muss oftmals auch seine grauen Zellen anstrengen, um im Spiel weiter zu kommen. Desweiteren sind die Quest in verschiedene Typen eingeteilt und man kann nicht eine unbegrenzte Anzahl an Quests zur gleichen Zeit haben. Das Setting rund um die Illuminaten, die Templer und die Drachen ist ebenfalls gelungen, auch wenn das wohl eher Geschmackssache ist, das trifft aber im Grunde auch auf das Ganze Spiel zu. Gerade am Anfang ist der Einstieg recht langwierig, was auch an dem eher selten gesehenen “realistischen” Setting liegt. Am Anfang sind wir nicht direkt mit The Secret World warm geworden, doch nach ein paar Stunden wusste das Spiel dann doch langsam zu überzeugen und dürfte für alle MMO-Spieler unter Euch interessant sein, die genug von Fantasy-Welten und Level-Systemen ala WoW, Star Wars usw. haben.

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